Wer ich bin

Mein Geografielehrer Karl-Heinz Heister begeisterte mich einst für den Gedanken, nach dem Abitur angewandte Geografie zu studieren. Das habe ich dann an der TU Braunschweig getan und bin Diplom-Geograf geworden. Weil ich mich schon früh für Politik interessiert habe, habe ich als erstes Nebenfach Politikwissenschaft studiert, und weil mich Planung und Gestaltung interessierte, als zweites Nebenfach Städtebau im Fachbereich Architektur. Richtungsweisend für meinen späteren Berufsweg wurde aber das ergänzende Studium der Entwicklungsplanung und des ländlichen Bau- und Siedlungswesens am Fachbereich Architektur der TU Braunschweig bei Prof. Dr. Guldager. Meine Diplomarbeit bei Prof. Dr. Meibeyer wies mir 1986 meine Zukunft: "Voruntersuchung zu einer Dorferneuerung am Beispiel der Gemeinde Jerxheim im Landkreis Helmstedt".

Das Schicksal wollte es, dass eben dieses Dorf Jerxheim 1990 meine erste "echte" Dorferneuerungsplanung werden sollte. Ich bekam damit die seltene Chance, beruflich sofort genau das tun zu können, was ich studiert hatte. Um meine Kenntnisse zu erweitern, fing ich beim Planungsbüro Thürnau in Schöppenstedt an zu arbeiten. Dort lernte ich die Dorferneuerung in Niedersachsen und seit den Wendetagen 1989/90 auch allem in Sachsen-Anhalt von allen ihren Seiten kennen. Mit der Zeit wurden mir nicht nur immer mehr Mitarbeiter/innen anvertraut, sondern auch die Bauleitplanung, die Stadt- und Regionalentwicklung sowie Pilotplanungen in der niedersächsischen Landentwicklung. Das niedersächsische EXPO-Projekt der Landentwicklung in Wienhausen und Eicklingen konnte ich von Anfang an mit gestalten. Diese soziokulturelle Dorferneuerungsverbundplanung erhielt 2008 einen Europäischen Dorferneuerungspreis.

Seit September 2001 arbeitete ich freiberuflich im eigenen Büro, erst in Rotenkamp, einem Ortsteil der Stadt Königslutter (daher der Name "Schmidt-Rotenkamp") und seit dem Sommer 2004 in einem Haus aus Holz und stranggepresstem Roggenstroh in Destedt, einem Ortsteil der Gemeinde Cremlingen. 2001 begann auch die Partnerschaft mit dem Architekten Karsten Stumpf in der Planungsgemeinschaft KONTEXT!, mit dem ich bis Ende 2009 Projektbezogen zusammen gearbeitet habe. Mit der Planungsgemeinschaft KONTEXT! inensivierte sich auch meine regional- und entwicklungsplanerische Arbeit. Ausgangspunkt war die "Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung der Region Hohe Heide", die direkt in eine erfolgreiche LEADER-Bewerbung mündete. In Sachsen-Anhalt wurde ich mit dem regionalen Entwicklungskonzept für die Region "Rund um den Huy" beauftragt.

Im Dezember 2002 begann dann ganz konkret meine Arbeit als Regional- oder LEADER-Manager: Bis Ende 2007 in der LEADER+-Region "Hohe Heide" in Niedersachsen und in der LEADER+-Region "Rund um den Huy" in Sachsen-Anhalt", eine Arbeit, die mich mit vielen Menschen und ihren Projekten zusammenbrachte und mich viel Neues lehrte. Sachsen-Anhalt war mir beruflich seit 1990 eine zweite Heimat geworden.

In 2007/8 konnte ich erneut die regionalen Entwicklungskonzepte für drei Regionen in Sachsen-Anhalt schreiben, diesmal mit meiner neuen Partnerin, Gudrun Viehweg.
Seit dem Frühjahr 2009 begleite ich zusammen mit ihr die vier Leaderregionen "Börde-Bode-Auen, Elbe-Saale, Rund um den Huy" und  "Nordharz" als Leadermanager bei ihrer regionalen Entwicklung. Seit 2009 bin ich auch mit dem Regionalmanagement der AEP-Region "Elm-Asse" in Niedersachsen betraut.

Im Oktober 2005 kam eine weitere Tätigkeit hinzu, der Aufbau des ersten "Niedersächsischen Informations- und Kompetenzzentrums für den ländlichen Raum" im ehemaligen Amtshof in Eicklingen. Bis zum Juni 2009 war ich gemeinsam mit dem Kämmerer der Samtgemeinde Flotwedel, Rainer Hoffmann, als Geschäftsführer für die GmbH zuständig, einem Kooperationsprojekt der Samtgemeinde Flotwedel mit dem Land Niedersachsen. Leider beendete das Land Niedersachsen Ende 2008 das erfolgreiche Projekt.

Ein neuer Abschnitt in meinem Arbeitsleben begann am 1. Juli 2009, als Gudrun Viehweg und ich der Samtgemeinde die Eicklinger Amtshof GmbH abkauften und als geschäftsführende Gesellschafter unsere Arbeit in der Amtshof Eicklingen Planungsgesellschaft mbh & CO. KG verschmolzen. Seitdem ist der 1750 erbaute, ehemalige Amtshof der Sitz unserer Planungsgesellschaft.

Oft werde ich gefragt, ob ich den Schritt in die Selbständigkeit bereut habe? Ich kann dann nur antworten, dass ich noch zu keiner Zeit so viele interessante und anregende Arbeiten tun konnte, wie heute. Und dass ich auf neue Herausforderungen gespannt bin.